"Aktivistische Investoren auf dem Vormarsch – Kommunikative und rechtliche Abwehrmöglichkeiten"

28.11.2019 - 17:00

Fachgruppe: 

Die Fachgruppe Wirtschafts- und Finanzkommunikation lädt in Kooperation mit der Landesgruppe NRW herzlich ein zu der interdisziplinären Veranstaltung "Aktivistische Investoren auf dem Vormarsch – Kommunikative und rechtliche Abwehrmöglichkeiten" am 28. November in Düsseldorf. 
 
Aufgrund des speziellen Themas und des ausgesuchten Adressatenkreises haben wir den Einladungsverteiler etwas größer gewählt und freuen uns über rege Beteiligung. Diese Veranstaltung vereint die Funktionsbereiche "Kommunikation und Recht", so dass Ihre Kollegen aus der Rechtsabteilung gleichsam herzlich mit eingeladen sind.
 
Aktivistische Investoren (bspw. Beteiligungsgesellschaften oder Hedge Fonds) sind in Europa und auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Prominente Beispiele für shareholder activism aus der jüngeren Vergangenheit sind Bilfinger, Stada,Thyssenkrupp und Uniper. Bei ihren Kampagnen kommunizieren sie häufig öffentlich und versuchen auf diese Weise, Unterstützer für ihre Positionen und Forderungen zu gewinnen und zugleich Druck auf das Management des Zielunternehmens auszuüben. Parallel wandelt sich die öffentliche Wahrnehmung der aktivistischen Investoren dahingehend, dass sie mittlerweile teilweise als Antreiber eines nötigen Wandels gesehen werden, die den Wert eines Unternehmens maßgeblich steigern können. Das deutsche Aktienrecht sieht eine Reihe von Minderheitsrechten vor, die es aktivistischen Aktionären erleichtern kann, ihre Ziele durchzusetzen. Dazu gehören Verlangen zur Einberufung einer Hauptversammlung (HV) oder zur Ergänzung ihrer Tagesordnung, Gegenanträge zu den Beschlussvorschlägen der Verwaltung sowie Anträge auf Sonderprüfung oder auf Geltendmachung von Ersatzansprüchen gegen Verwaltungsmitglieder. Der rechtliche Teil der Veranstaltung stellt diese Rechte im Einzelnen vor und gibt einen Überblick über deren Voraussetzungen. Zudem werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich die Gesellschaften gegen unrechtmäßige Aktionärsverlangen verteidigen können.
 
Referenten:
Jobst Honig von Hering Schuppener Consulting gibt einen Einblick in die aktuelle Activism-Landschaft in Deutschland und zeigt kommunikative Strategien im Umgang mit aktivistischen Aktionären auf.
Marc Pönitz, Senior Director/Head of Corporate Media & Press, GEA Group Aktiengesellschaft, beschreibt die Herausforderungen beim Umgang mit aktivistischen Aktionären aus Sicht eines börsennotierten Unternehmens.
Dr. Axel Hoppe und Dr. Sven Labudda, beides Rechtsanwälte bei der Wirtschaftskanzlei Fieldfisher (Germany) LLP, nehmen eine rechtliche Einordnung dieses Themas vor und zeigen juristische Abwehrmaßnahmen der Gesellschaft gegen unrechtmäßige Aktionärsverlangen auf.
 
Hinweis:
Mit dieser Veranstaltung wollen wir die Bereiche "Recht" und "Kommunikation" enger verzahnen, um so den praktischen Anforderungen heutiger Kommunikationsarbeit besser Rechnung zu tragen. Daher sind alle BdP-Mitglieder herzlich dazu eingeladen, ihre Kollegen aus der Rechtsabteilung zur Veranstaltung mit anzumelden bzw. die Einladung an diese weiterzuleiten. Es wird im Anschluss ein Get-Together bei Snacks und Drinks stattfinden, bei dem der Austausch mit den Referenten informell fortgeführt werden kann. 
 
Wann:
Donnerstag, 28. November 2019
17.00 Uhr
Get-together ab ca. 18.30 Uhr
 
Wo: 
Fieldfisher Germany LLP (Stilwerk, 7. OG)
Grünstr. 15 / Eingang neben dem Stilwerk
40212 Düsseldorf
 
Anfahrt:
Wir empfehlen die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln (mit U70, U74, U75, U76, U77, U78, U79, bis Haltestelle "Steinstraße/Königsallee", von dort 3 min. Fußweg. Ein öffentliches Parkhaus steht beim Stilwerk zur Verfügung. 
Anmeldung