PR trifft Journalismus - Auftakt der taz-Gesprächsreihe

14. Februar 2017

Rund 100 Gäste waren beim Auftakt der taz-Gesprächsreihe „PR trifft Journalismus“ am 9. Februar im taz-Cafe dabei. Die Veranstaltungsreihe ist ein Gemeinschaftsprojekt der Landesgruppe Berlin/Brandenburg im Bundesverband Deutscher Pressesprecher, dem DJV Berlin sowie der meko factory (Werkstatt für Medienkompetenz). „Journalisten machen keine PR“ so steht es im Pressekodex vom Netzwerk Recherche. Passt das noch in eine Zeit, in der sich nicht nur freie Journalisten immer schwerer damit tun, ausschließlich mit journalistischen Aufträgen über die Runden zu kommen? Kann ein freier Journalist, der morgens einen PR-Text über Gummibärchen und Gesundheitsförderung verfasst, am Nachmittag eine kritische Reportage über die Lebensmittelwirtschaft schreiben? 
 
Darüber diskutierten Prof. Dr. Klaus Kocks, Dirk Benninghoff (Chefredakteur bei Fischer-Appelt), Peter Weissenburger (Medienredakteur bei der taz) und die freie Journalistin Silke Burmester. Moderiert hat Silke Engel, stellvertretende BdP-Landessprecherin Berlin / Brandenburg. Ergebnis des Abends war, dass beide Seiten fair und transparent miteinander umgehen sollten. Das geht, wenn die Rollen klar verteilt sind. Doch insbesondere neue Kommunikationskanäle (z. B. in den Sozialen Medien) weichen die Grenzen auf und führen mitunter zu Intransparenz und Verwirrung. Das wir in keiner idealen Welt leben, wurde anhand zahlreicher Beispiele (von beiden Seiten) deutlich.
 
Text: Matthias Bannas
Foto: Tobias Wilinski