BdP würdigt „Pressestellen des Jahres“

26. September 2014

In den drei Kategorien Politik / Verwaltung, Verbände / NGOs und Unternehmen hat der Bundesverband deutscher Pressesprecher (BdP) am 25. September 2014 den „Goldenen Apfel“ verliehen. Der Preis zeichnet die „Pressestelle des Jahres“ aus und wurde bei der „Speakersnight“ im Berliner Theater am Potsdamer Platz, der Galaveranstaltung zum Kommunikationskongress, vergeben.
 
Zum Gewinner aus dem Bereich Politik und Verwaltung kürte die elfköpfige Jury aus Kommunikatoren, Journalisten und Wissenschaftlern die Pressestelle der Feuerwehr Hamburg. Sie bietet 24-Stunden-Kommunikation und arbeitet in menschlichen Extremsituationen, wobei die Krise der Normalfall ist. Im Umgang mit Journalisten agieren die Pressesprecher sehr authentisch und souverän. Mit ihrer starken Zielgruppenanalyse sind sie echte Dienstleister und verfolgen stringent ihre Mission, zu informieren und Angst zu nehmen. Als Preispate überreichte Jurymitglied Georg Streiter, stellvertretender Sprecher der Bundesregierung, den Preis in dieser Kategorie.
 
Den Award für Verbände / NGOs konnte die Pressestelle des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) entgegennehmen. Nach einem schwierigen Re-Positionierungsprozess erreichte sie ein beeindruckendes Quantum an Presseaktivitäten mit geringen personellen Ressourcen. Aus einer vorangegangenen Krise wurden die richtigen Schlüsse gezogen und eine klare Neuausrichtung umgesetzt. Mit dem neuen DIW-Präsidenten, Marcel Fratzscher, wurde innerhalb kurzer Zeit ein nahezu Unbekannter als renommierter Wirtschaftsexperte in der Medienöffentlichkeit positioniert. Preispate für diese Kategorie war Kai Falk, Geschäftsführer Kommunikation beim Handelsverband Deutschland.
 
Bei den Unternehmen gewann die Pressestelle von DaWanda, dem Online-Marktplatz für Selbstgemachtes. Mit kleinem Budget wird den Medien ein hoch professionelles Angebot gemacht und erfolgreich Agenda-Setting zum Thema Handgemachtes betrieben. Die Pressearbeit folgt einer langfristigen Strategie von aufeinander aufbauenden Ideen. Die weibliche Gründerin, Claudia Helmig, wird als Ausnahme in einem männerdominierten Umfeld regelmäßig in den Medien platziert. BdP-Präsident Jörg Schillinger überreichte den Preis in dieser Kategorie.
 
Vorsitzende der Jury war Romy Fröhlich, Professorin an der Ludwig-Maximilians-Universität München. In seiner Festrede war der ehemalige US-amerikanische Botschafter in Deutschland, John Kornblum, auf das deutsch-amerikanische Verhältnis eingegangen. Die USA würden nicht mehr als der allgemeine Beschützer wahrgenommen, sondern entwickelten sich zu einem guten, aber auch schwierigen Partner. Aufgabe der Kommunikation sei, eben dies zu vermitteln.
 
Bei der „Speakersnight“ wurde auch der Nachwuchsförderpreis für eine Abschlussarbeit der Medien- und Kommunikationswissenschaften verliehen. RBB-Moderator Jörg Thadeusz führte durch den Abend. Musikalische Begleitung kam von Ivy Quainoo.