Neues Datenschutzrecht droht Public Relations die Grundlage zu entziehen

 
Auf Einladung des BdP suchen Experten nach Lösungen / DSGVO-Fachkonferenz am 22. März in Berlin
 
Berlin, 21. März 2018
 
Mit dem endgültigen Inkrafttreten der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) am 25. Mai werden viele Elemente moderner PR- und Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland nicht mehr rechtssicher anzuwenden sein. Der Bundesverband deutscher Pressesprecher (BdP) setzt sich daher dafür ein, dass der Gesetzgeber die durch Artikel 85 DSGVO gegebene Möglichkeit nutzt, den Datenschutz mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung und Informationsfreiheit in Einklang zu bringen. Der Verband hat Experten aus den Bereichen Datenschutzrecht und PR sowie Regierungsvertreter zu einer Fachkonferenz am 22. März nach Berlin eingeladen, um das Thema zu beraten.
 
„Bislang benötigten Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kein Spezialrecht. Ihre Grundlage war die Meinungs- und Informationsfreiheit nach Artikel 5 Grundgesetz. Einige wenige Regelungen wie das Kunsturhebergesetz reichten aus, um dem schon bisher gut geregelten Datenschutz gerecht zu werden. Nach der neuen Rechtslage aber könnten z.B. Unternehmens-Pressearbeit und Veranstaltungsfotografie nicht mehr möglich sein. Ausnahmen gelten nur für Presse und Rundfunk. Es müssen sich aber auch Unternehmen und Organisationen weiterhin an öffentlichen Diskussionen beteiligen können. Wir wollen uns nicht damit abfinden, dass der Datenschutz künftig generell höher bewertet wird als die Meinungsfreiheit,“ sagt Regine Kreitz, Präsidentin des BdP.
 
Die Fachkonferenz unter der Leitung von BdP-Justiziar Jan Mönikes beleuchtet in mehreren Fachvorträgen und Diskussionen, welche Einschränkungen der Meinungsfreiheit die DSGVO mit sich bringt. Dabei geht es insbesondere um die PR-Arbeit öffentlicher und nicht-öffentlicher Organisationen sowie um das Thema Personenabbildungen nach der neuen Rechtslage. Wo möglich, sollen rechtliche Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.
 
An die Konferenz schließt sich ein parlamentarischer Abend an, den der BdP gemeinsam mit der Stiftung Datenschutz veranstaltet.
 
Eine Konferenzdokumentation wird zeitnah erstellt. Diese senden wir Ihnen bei Interesse gern zu. Hierzu schicken Sie bitte eine Nachricht an: info [at] pressesprecherverband.de
 
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Über den BdP:
Der Bundesverband deutscher Pressesprecher (BdP) ist die führende berufsständische Vereinigung für Presseverantwortliche und Kommunikationsmanager aus Unternehmen, Verbänden, Organisationen und Politik. Der Verband vernetzt PR-Verantwortliche und bietet ihnen Plattformen, um Meinungen, Erfahrungen und Wissen auszutauschen. Aktuell hat der BdP über 4.700 Mitglieder.