Der Führungsanspruch von PR-Managern wächst: BdP stellt neue Studie zu Organisation und Führung in der PR vor

27.09.2018
 
Die Anforderungen an das moderne Kommunikationsmanagement steigen und Kommunikation wird immer entscheidender für den Organisationserfolg, darin ist sich die Profession einig. Damit einher geht ein wachsender Führungsanspruch von PR-Managern. Dies und mehr zeigen aktuelle Ergebnisse der größten deutschen PR-Berufsfeldstudie.

PR-Manager sind sich ihrer Führungsrolle zunehmend bewusst

Die Zahl der relevanten Akteure, die im Fokus der PR stehen, nimmt zu. Themen entwickeln und verändern sich immer schneller und es wird immer schwieriger, Kommunikationsprozesse zu steuern. Angesichts dessen ist klar, dass die Anforderungen an das Kommunikationsmanagement rasant steigen und eine professionelle Kommunikationspolitik immer wichtiger wird. Was damit gleichermaßen zunimmt, ist der Anspruch der Kommunikationsprofis auf Führung und Mitgestaltung. 34 Prozent vertreten die Meinung, PR/Kommunikation solle gegenüber anderen Kernbereichen einer Organisation eine hervorgehobene Stellung haben, weil Kommunikation entscheidend für den Organisationserfolg sei. Weitere 59 Prozent sehen PR/Kommunikation als Führungsfunktion zumindest auf Augenhöhe mit anderen Kernbereichen. Im Vergleich zur Vorgängerstudie 2015 hat sich dieses Standesbewusstsein deutlich verstärkt, damals betrachteten nur 22 Prozent PR/Kommunikation als hervorgehobene Funktion.

PR besetzt weiterhin eine zentrale Position

Dieser Führungsanspruch zeigt sich auch in struktureller Hinsicht: 79 Prozent der Befragten geben an, dass PR/Kommunikation als zentrale Organisationseinheit direkt unterhalb der Organisationsleitung positioniert ist. Hierzu gehören auch solche Konstellationen, in denen sie direkt Vorstand oder Geschäftsführung zugeordnet ist. In weiteren 10 Prozent agiert sie direkt auf der Leitungsebene, in nur 11 Prozent arbeitet die PR/Kommunikations-Einheit dezentral auf nachgelagerten Hierarchieebenen.

Evaluation als Potenzial zur weiteren Professionalisierung

Professionelle Kommunikation braucht eine strategische Steuerung. Vor allem durch systematische Erfolgskontrolle. Evaluation wird so zum Strategiebaustein, schafft Transparenz hinsichtlich der Aufgaben, Funktionen und Leistungen von Kommunikationsmanagement. Einfache Verfahren, insbesondere die Beobachtung der Medienresonanz, sind inzwischen Standard, zeigt die neue Studie. Der tatsächliche Erfolg kommunikativer Maßnahmen – deren Wahrnehmung durch und Wirkung bei relevanten Zielgruppen – wird hingegen nur selten überprüft. Verfahren zur Bestimmung des betriebswirtschaftlichen Beitrags nutzen sogar nur 10 Prozent der Befragten. Die Autoren der Studie sehen hier weiteres Professionalisierungs-Potenzial.

Die Studie:

Mit der nunmehr sechsten Ausgabe der Studie „Kommunikationsmanagement“ begleitet der Bundesverband deutscher Pressesprecher (BdP) die Entwicklungen im Berufsfeld der Pressesprecher und Kommunikationsverantwortlichen.
Die Studienreihe entsteht in Kooperation mit der Quadriga Hochschule Berlin und der Universität Leipzig. Seit 2005 werden von Prof. Dr. Günter Bentele (Universität Leipzig) und Prof. Dr. René Seidenglanz (Quadriga Hochschule Berlin) regelmäßig die Strukturen des Berufsfeldes, Karrierewege, Position, Gehälter und Einstellungen der PR-Praktiker sowie Rahmenbedingungen per Online-Befragung erhoben. Es handelt sich um die größte wissenschaftlich fundierte PR-Studie im deutschsprachigen Raum. In diesem Jahr nahmen 1.553 PR-Manager teil.
Die ausführliche Studie „Kommunikationsmanagement 2018 - Ein Berufsstand wird vermessen“ können Sie unter folgendem Link herunterladen: https://www.bdp-net.de/medien/publikationen/studien/kommunikationsmanagement-2018-vermessung-eines-berufsstandes

Der Bundesverband deutscher Pressesprecher:

Seit 15 Jahren vernetzt der BdP Kommunikationsverantwortliche aus Unternehmen und Organisationen im deutschsprachigen Raum. Mit knapp 4.800 Mitgliedern macht der Bundesverband sich für die Profession stark. Er ist Plattform des Wissens- und Erfahrungsaustauschs, fördert Ausbildung und Qualifizierung und ist Ansprechpartner zu Themen der professionellen Kommunikation für Politik und Öffentlichkeit.

Kontakt für Presseanfragen
Laura Heisch
Bundesverband deutscher Pressesprecher e.V. (BdP)
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