Haltung zeigen! BdP zu Gast bei der Frankfurter Rundschau

13.05.2016
 v.l.n.r.: Stefan Kuhn (FR), Angelika Werner (Vorstandsmitglied der Landesgruppe), Georg Leppert (FR), Petra Tursky-Hartmann (Vorstandsmitglied der Landesgruppe)

Am Mittwoch, 11. Mai 2016, waren knapp 30 Mitglieder der Landesgruppe Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland zu Gast bei der Frankfurter Rundschau (FR). Chefredakteur Arnd Festerling, Stefan Kuhn, Redaktionsleiter Frankfurt/Rhein-Main, Georg Leppert, stellvertretender Redaktionsleiter Frankfurt/Rhein-Main, sowie Monika Gemmer aus der Digitalen Redaktion stellten ihre Arbeit, das Zusammenspiel von Print und Online sowie die Profilbildung der FR vor.
 
Stolz verwies Gemmer auf die neue Smartphone-App „FR News“, da immer mehr Menschen mit Mobilgeräten online gehen. Georg Leppert betonte, dass die FR ihren Lesern zunehmend einen konkreten Nutzen liefern müsse – etwa um Pendler per App aktuell über Bahnausfälle zu informieren. Bei der FR arbeiten Print- und Digital-Redakteure Hand in Hand. So nimmt die Digital-Redaktion an der Mittagskonferenz teil, damit die Resonanz auf Online-Beiträge in die Planung des Blatts einfließen kann. Intensiv diskutiert wurden Finanzierungsmodelle für Onlinebeiträge. Gemmer glaubt zwar, dass Nutzer grundsätzlich bereit sind, für digitale Inhalte zu bezahlen, und verweist auf die Erfahrungen mit der kostenpflichtigen iPad-App der FR. Eine Bezahlschranke für Inhalte des Internetauftritts hält sie jedoch nicht für ein tragfähiges Geschäftsmodell. „Die Nachteile einer Paywall überwiegen meiner Meinung nach die Vorteile“, so Gemmer. Es helfe der FR auch, ihre Sichtbarkeit zu erhöhen, wenn 60 bis 65 Prozent der Beiträge aus dem Blatt kostenfrei im Netz stünden. So könnten Blogger oder Interessensgruppen die Inhalte leicht aufgreifen, kommentieren oder twittern.
 
Auch über das Profil der FR wurde intensiv diskutiert; das Blatt versteht sich - auf FR-Gründer Karl Gerold berufend - traditionell als links-liberale bzw. sozial-liberale Stimme. „Links sein heißt für uns heute auf der Seite der Schwachen zu stehen, Empathie zu zeigen und Möglichkeiten der Teilhabe anzubieten“, bekräftigte Kuhn. „Die Leser der FR wollen, dass wir eine klare Haltung gegenüber den Mächtigen zeigen.“
 
Text:  Angelika Werner und Petra Tursky-Hartmann