Erste BdP-Academy zu Herausforderungen für die PR-Arbeit

01.03.2016

“Fish where the fish are!”

Die erste BdP Academy „Digitale Transformation – (R)evolution der PR-Arbeit“ der Landesgruppe Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland fand am 16. Februar im voll besetzten Hörsaal der Frankfurt School of Finance & Management statt. Dr. Eva Salzer und Markus Breidenstein stellten fünf Herausforderungen für Medienschaffende vor:

  1. Die Rolle der Kommunikatoren ändert sich: Gefragt sind Cross-mediales Denken und ein „digital-mindset“ – sowohl beim Top Management als auch bei den Mitarbeitern, die zunehmend als „Botschafter“ für ihr Unternehmen fungieren.
  2. Digitalisierung erfordert neues Content-Management: Der Content ist unverändert relevant, aber die Kommunikation rückt näher ans Marketing und die Endkunden. Themen, Stories und die verschiedenen Kanäle und Medien müssen ständig optimiert und zielgerichteter orchestriert werden.
  3. Die Komplexität der Kanäle nimmt zu: Das Medienumfeld verändert sich rasant, die Vielzahl der Kanäle und Kontakte muss permanent gemanagt werden. Hinzu kommt, dass ständig neue Kanäle entstehen oder Bestehende an Relevanz verlieren. Auch das Intranet sollte um Dialogfunktionalitäten erweitert werden, denn die interne Kommunikation ist genauso relevant wie die externe.
  4. Leistungsfähige Strukturen und agile Prozesse sind gefragt: Newsroom-Strukturen und/oder verstärkte Projektorientierung erhöhen die Geschwindigkeit. Dies erfordert eine extreme Flexibilität. Herkömmliche Strukturen und Prozesse werden dem Tempo interaktiver digitaler Kommunikation nicht gerecht.
  5. Evaluation als Basis für die Weiterentwicklung: Der digitale Kommunikationsraum ist eine Art „Perpetual Beta“, in dem Aktivitäten permanent beobachtet werden. Um aus Fehlern zu lernen und sich weiterzuentwickeln, benötigt es Evaluierungen.

Im Anschluss diskutierten die knapp 40 Teilnehmer/-innen – von der Einzelkämpferin bis zum „Digitalen Zehnkämpfer“ – über ihre persönlichen Erfahrungen mit der Digitalisierung. Die Statements reichten von „Cool bleiben und nicht auf jeden Shitstorm antworten“ über „Social Intranet = gläserne Mitarbeiter?“ bis hin zur Frage, mit welchem digitalen Medium (Facebook, Twitter etc.) man Kunden ansprechen sollte. „Fish where the fish are!“ war Konsens. „Die BdP-Academy ist ein gelungenes Format“, dankte Petra Tursky-Hartmann den beiden Referenten und sagte zu, daß die BdP-Academy des Landesverbandes zukünftig regelmäßig stattfinden wird.

Text: Petra Tursky-Hartmann
Fotos: Brigitte Schlöter/Petra Tursky-Hartmann