Thementag: Kommunikation von Großinvestitionen – mit Partizipation zu höherer Akzeptanz

08.05.2014 -
11:00 bis 16:30

Fachgruppe: 

Nicht erst seit dem umstrittenen Bahnprojekt „Stuttgart 21“ oder dem für die neue Energiepolitik erforderlichen Ausbau der deutschen Stromnetze steht eine Frage auf der Tagesordnung: Wie kann in Deutschland die Akzeptanz für Infrastrukturvorhaben errungen und gesichert werden? Die Akzeptanzfrage hat sich zu einem relevanten Aspekt der Unternehmensstrategie bzw. Unternehmenskultur entwickelt.

Die Diskussion um die jeweiligen Vorhaben wird medial ausgetragen. In unserer digital geprägten Welt ist es heute viel einfacher, sich zu organisieren und öffentlich zu politisieren. Im Internet verbrüdern sich Gleichgesinnte und verbreiten in Windeseile ihre Meinungen. Emotional scharf gewürzt, entfesseln sich so manchmal ganze virtuelle Stürme. Die Vorhaben geraten in die Defensive und ihre Umsetzung vielleicht sogar in Gefahr. Die Frage nach der Akzeptanz stellt sich also in den Kommunikationsabteilungen.

In einem Seminar mit Uwe Hitschfeld, Hitschfeld Büro für strategische Beratung GmbH, Leipzig, soll am 8. Mai 2014 die Bedeutung gesellschaftlicher Akzeptanz und ihr Management betrachtet werden. Methoden und Instrumente werden vorgestellt, mit denen es gelingt, Betroffene zu Beteiligten zu machen. Denn über Partizipation führt der Weg zu mehr Akzeptanz von Entscheidungen.

Zwei Praxisbeispiele aus der Forschungsarbeit des Fraunhofer IFF und seinen Partnern zeigen Erfahrungen im Umgang mit Dialoggruppen.

Best Practice 1:
Dr. Dirk Manthey, 50 Hertz Transmission GmbH, und Andreas Höpfner, Fraunhofer IFF sprechen darüber, Wie die Firma 50 Hertz Transmission GmbH die Möglichkeiten der virtuellen Realität nutzte, um den Verlauf neuer Hochspannungs-Trassen zu planen. Noch vor dem Bau wurden Betroffene in diese Planungen einbezogen.

Best Practice 2:
Sven Dokter und Klaus Wieczorek, Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit, und Steffen Masik, Fraunhofer IFF, stellen das virtuelle Untertagelabor »VIRTUS« vor. Hier können Endlagerforscher ihre Ergebnisse auf eine verständliche und nachvollziehbare Weise der Öffentlichkeit zeigen und Betroffene könnten in Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 40 Personen.

Die vollständige Agenda finden Sie hier: Agenda.pdf

Wo:
Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und –automatisierung IFF
Virtual Development and Training Centre VDTC
Joseph-von-Fraunhofer-Str. 1
39106 Magdeburg
anfahrt-fraunhofer-iff-und-vdtc.pdf

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