3. BdP-Forum: Skandalisierung und Hochfrequenz-Journalismus - Schaden für die Demokratie?

13.05.2014 -
18:00 bis 19:30

 
Wie verändern neue ökonomische und strukturelle Rahmenbedingungen die journalistische Arbeit und wie können Kommunikationsverantwortliche damit umgehen? Diese Fragen diskutiert der Bundesverband deutscher Pressesprecher (BdP) beim 3. BdP-Forum am 13. Mai in Berlin im Haus der Bundespressekonferenz.
 
Ökonomischer Druck, steigender Wettbewerb in den Medien sowie die Möglichkeiten der digitalen Kanäle verändern die journalistische Arbeit. Die enorme Beschleunigung, vor allem im Online-Journalismus, führt dazu, dass kaum noch Zeit zum Nachdenken bleibt.

Auch der Druck, exklusive Geschichten zu veröffentlichen hat sich erhöht und beeinflusst Interpretationsmuster und Auswahlkriterien der Redaktionen. Immer mehr Investigativ-Teams entstehen auf der Jagd nach dem vermeintlichen Scoop. Betroffene und Kommunikationsmanager insbesondere von Unternehmen und in der Politik werden vermehrt mit Empörungswellen konfrontiert.

Folgt der Journalismus der Quote, sind Personalisierung, Emotionalisierung und Skandalisierung häufiges Mittel der Wahl. Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung und wie können Betroffene damit umgehen? Bewegt sich der Journalismus nur in den Grenzen seiner legitimen Kontrollfunktion oder bedrohen solche Medienhypes Meinungsbildung und Demokratie?

BdP-Forum: Skandalisierung und Hochfrequenz-Journalismus - Schaden für die Demokratie?

Diskussionsteilnehmer:

- Prof. Dr. Hans Mathias Kepplinger: Professor für Empirische Kommunikationsforschung, Institut für Publizistik, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
- Tilmann Kruse: Sprecher Deutscher Presserat, entsandt vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), Justitiar von Gruner + Jahr
- Georg Mascolo: Investigativer Journalist, u.a. NDR
- Merle Schmalenbach: Freie Journalistin, u.a. Cicero, Zeit
- Oliver Schumacher: Konzernsprecher, Deutsche Bahn AG

Moderator: Dr. Butz Peters, Rechtsanwalt und Publizist

>> Aus Kapazitätsgründen können leider keine weiteren Anmeldungen für diesen Termin mehr entgegen genommen werden. Für den anschließenden Parlamentarischen Abend im Foyer der Bundespressekonferenz melden Sie sich bitte separat an unter diesem Link.
 
Wo:
Haus der Bundespressekonferenz
Schiffbauerdamm 40
10117 Berlin